Dark Lyrics
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1. Augenaufschlag


Bevor der Morgen graut,
schlüpf ich in meine Haut.
Ich kehr zurück aus weiter Ferne,
es fällt mir schwerer, jedes Mal.

Ich treibe durch das Tor
und tauche schwer empor
aus Wasser, tief in der Zisterne,
und mit dem Schlaf stirbt ein Fanal.

Ich such im Traum den Sinn.
Die Lichter sind dahin,
die ziehn und an der Seele saugen
und in mir heiße Sehnsucht sähn.

Ein heller Strahlenkranz:
der Aureolen Glanz.
Und sind es nicht gar Raubtieraugen,
die mich als Beute bald erspähn?

Es ist zum Greifen nah
und doch nie richtig da.
Man kann es niemals recht erahnen,
was glüht am Grund des Schlummers Schacht.

Ach, wärn die Augen Mund,
verrieten mir den Grund!
An was nur wollen sie gemahnen?
Die wilden Blicke in der Nacht?

[Der Schlaf ist wie ein nasses Grab.
Ich schüttle seine Tropfen ab.]



2. Die Kreatur Mit Der Stählernen Maske


Metallgesicht.
Meins ist es nicht.
Villeicht ja doch?
Ich sitz im Loch.

Der Kopf ist schwer.
Ich denke, also bin ich, nur: Ich weiß nicht wer.
In diesem Stahl geboren?
Rost dringt mir in alle Poren.

Dies Gefängnis ist so eng und viel zu klein.
Ich zerre an dem Haftgesicht mit aller Kraft,
in Bedrängnis, und ich kann mich nicht befrein.
So bleibt es, wie es immer war,
immer war:

Maskenhaft.
Schock! Schwere! Not!
Maskenhaft.
So rostig rot!
Maskenhaft.
Und es ändert nichts,
wie sehr dein Inneres auch nach Freiheit brüllt.
Maskenhaft
bleibt das Gesicht und du dein Leben lang verhüllt.

Wer mag es sein?
Wer schloss mich ein?
Es zeigt sich nie:
ich oder sie?

Wie seh ich aus?
Ich träume von der Freiheit, doch ich geh nicht raus,
weil Scham es mir verbietet.
Mein Gesicht ist stahlvernietet.

Die Hände sind vom Zerren wund und stets verletzt.
Wollt es zerbrechen, doch ich hab es nie geschafft.
Mein Dauerlächeln wirkt so aufgesetzt.
Ich bleibe hier in meiner Welt,
meiner Welt:

Maskenhaft.
Schock! Schwere! Not!
Maskenhaft.
So rostig rot!
Maskenhaft.
Und es ändert nichts,
wie sehr dein Inneres auch nach Freiheit brüllt.
Maskenhaft
bleibt das Gesicht und du dein Leben lang verhüllt.

Manchmal wach ich auf, von großer Angst erfasst,
dass hinter dieser Maske mein Gesicht verschwindet,
wie eine alte Zeichnung immer mehr verblasst,
und sich dort nur noch weiße Haut am Kopf befindet.

Die Ungewissheit bringt mich fast um den Verstand,
weshalb ich mir die Finger weiter blutig kratze.
Durch Augenschlitze find ich mich an jeder Wand,
umzingelt von den Schemen mit der eignen Fratze.

Maskenhaft.
Schock! Schwere! Not!
Maskenhaft.
So rostig rot!
Maskenhaft.
Und der Rost fließt dir wie Tränen über die kalten Eisenwangen.
Maskenhaft
bleibt das Gesicht und du darin gefangen.

Maskenhaft.
Schock! Schwere! Not!
Maskenhaft.
So rostig rot!
Maskenhaft.
Und es ändert nichts, wie sehr dein Inneres auch nach Freiheit brüllt.
Maskenhaft
bleibt das Gesicht und du dein Leben lang verhüllt.


3. Aufbruchstimmung (Herzjagd)


Wie die Träume mich erdrücken,
können nicht die eignen sein.
Immer sickern sie durch Lücken
in den müden Geist hinein.

Mich packt Sehnsucht nach der Ferne.
Fühlt sich so nicht Heimweh an?
Furchtlos würde ich so gerne
zu mir kommen irgendwann.

Ich krieg es raus:
Wer oder was hier vorgeht.
Was mir auch noch bevorsteht:
Ich krieg es raus!

Viel zu scheu, doch brech ich auf.
Ich breche auf und suche irgendeinen Sinn.
Alles neu: Ich breche auf.
Ich mach mich auf: Was kommt heraus?
Wo führt es hin?

Wohnt mir wohl ein zweites Wesen,
tobend, wütend, in der Brust?
Ist es immer da gewesen?
Ist es meiner sich bewusst?

Und ich muss es weiter jagen,
hetz dem Herz im Zickzack nach.
Es hat sich zu oft verschlagen,
voller Angst davon gemacht.

Ich krieg es raus:
Wer oder was hier vorgeht.
Was mir auch noch bevorsteht:
Ich krieg es raus!

Viel zu scheu, doch brech ich auf.
Ich breche auf und suche irgendeinen Sinn.
Alles neu: Ich breche auf.
Ich mach mich auf: Was kommt heraus?
Wo führt es hin?

Ich krieg es raus:
Wer oder was hier vorgeht.
Was mir auch noch bevorsteht:
Ich krieg es raus!
Nun ist es raus,
schlägt in der Hand statt in der Brust.
Ich war mir doch nie selbst bewusst.
Ich bin Zuhaus.

Viel zu scheu, doch brech ich auf.
Ich breche auf und suche irgendeinen Sinn.
Alles neu: Ich breche auf.
Ich mach mich auf: Was kommt heraus?
Wo führt es hin?


4. Wanderer


Lichtschein. Eine raue Küste.
Ich schick mich auf den Pfad: Ich warte einfach nicht mehr länger.
Wenn ich nur zu vertrauen wüsste!
Doch mein Instinkt scheut instinktiv bei seinem Doppelgänger.

Das Labyrinth des Zweifels
musste ich so lang durchwandern.
Es waren Träume eines Fremden:
die Gedanken eines andern!

Einst klar und so vertraut - und nun wandre ich umher.
Was früher war, so stark gebaut - bin ein andrer als bisher.
Das Fundament, es schwindet schon,
ist nur noch Blendwerk, Illusion.
Das Weltbild bricht in sich zusammen,
zerfällt zu nichts im Flammenmeer.

Und ich glaub den Weg zu wissen!
Ich folge immerzu dem Lockruf aus dem Traum des Sängers.
Würden wir uns wohl vermissen?
Die Melodie des Senders oder gleichsam Welt-Empfängers?

Das Labyrinth des Zweifels
musste ich so lang durchwandern.
Es waren Träume eines Fremden:
die Gedanken eines andern!

Einst klar und so vertraut - und nun wandre ich umher.
Was früher war, so stark gebaut - bin ein andrer als bisher.
Das Fundament, es schwindet schon,
ist nur noch Blendwerk, Illusion.
Das Weltbild bricht in sich zusammen,
zerfällt zu nichts im Flammenmeer.

Es ist schwer, etwas zu sehn
und sich selbst noch zu erkennen.
Seh nur den Smog am Himmel stehn
und uns in ihren Ofen brennen.

Ich spür den Staub bei Tag und Nacht,
er wird in allen Falten bleiben.
Er ist doch nur dazu gemacht,
ihr Mahlwerk ewig anzutreiben.

Wir haben uns noch kaum entdeckt,
und Staub wird wieder nur zu Staub.
Wenn Asche diese Welt bedeckt,
wirst du geschenkt, zugleich geraubt.

Lichtschein. Eine raue Küste.
Ich schick mich auf den Pfad: Ich warte einfach nicht mehr länger.
Ich warte einfach nicht mehr länger.
Ich warte einfach nicht mehr länger.
Ich warte einfach nicht mehr länger.
Ich warte einfach nicht mehr länger.


5. Schneefall In Der Hölle


So endlos lang die Reisen, manche Nacht, in der du hörtest,
wie das Uhrenticken unbarmherzig Zeit in Scheiben schnitt.
Du fühltest wohl die Ziele, so fern und so magnetisch,
wie das Leben dir doch immer etwas mehr entglitt.

Selbst in großen Menschenmengen konntest du alleine bleiben.
Du warst wie ein Gespenst, für alle andren unsichtbar.
Und Gesichter im Vorbeiziehn, kaum gesehen schon vergessen,
kannst dich nicht erinnern, dass es jemals anders war.

Und keiner weiß, wie es dann doch geschah,
dass jemand dich bemerkte und dich sah.
Ihr wart dafür in etwa so bereit
wie dafür, dass es in der Hölle schneit.

Ausgesprochen viel zu sagen, doch genügte euch ein Schweigen:
Ohne Umweg, so als hättet ihr euch immer schon gekannt.
Vielleicht sind die Pfade ähnlich, doch die Richtung ganz verschieden.
Eventuell war es das Reisen selbst, das euch verband.

Eure Geschichten, sie bleiben draußen in der Nacht.
So streng gehütete Geheimnisse werden einmal nicht bewacht.
Und eure Taten werden niemals ungeschehen.
Doch eure müden Seelen können sich vermengt in sich ergehen
und sich unendlich wie in des Spiegels Spiegel sehen.

Ihr beide wart die Jäger, doch genauso auch Gejagte,
auf einer langen Suche und verdammt zur Heimatlosigkeit.
Immerzu auf einer Fährte, und schon morgen zieht ihr weiter
auf den Zukunftslinien, ohne Schnittpunkt in der Zeit.

Eure Geschichten, sie bleiben draußen in der Nacht.
So streng gehütete Geheimnisse werden einmal nicht bewacht.
Und eure Taten werden niemals ungeschehen.
Doch eure müden Seelen können sich vermengt in sich ergehen
und sich unendlich wie in des Spiegels Spiegel sehen.

Und keiner weiß, wie es dann doch geschah,
dass jemand dich bemerkte und dich sah.
Ihr wart dafür in etwa so bereit
wie dafür, dass es in der Hölle schneit.

Eure Geschichten, sie bleiben draußen in der Nacht.
So streng gehütete Geheimnisse werden einmal nicht bewacht.
Und eure Taten werden niemals ungeschehen.
Doch eure müden Seelen können sich vermengt in sich ergehen
und sich unendlich wie in des Spiegels Spiegel sehen.


6. Die Löcher In Der Menge


Wir sind das Nichts, das Augen schmerzen lässt.
Wir sind das Etwas, das ihr spürt und sofort vergesst.
Das Flüstern ist nicht immer nur der Wind.
Ihr wünscht es euch, weil ihr nicht wollt, dass wir wirklich sind.

Wir sind im toten Winkel und schon weg.
Wir sind in eurem Blickfeld nichts als ein blinder Fleck,
die Ungwissheit, die in euch rumort,
die unbestimmte Angst, die sich in die Herzen bohrt.

Wir sind an Orten, die der Strom von Körpern immer nur umfließt.
Wir sind die Inseln, und die andern sind die Wellen.
Wir sind die Wunde, die sich in der Menschenmasse nicht mehr schließt:
Wir sind auf eurer Haut gefühllos, taube Stellen.

Beobachter,
Löcher in der Menge,
Beobachter:
Niemand kann uns sehn.
Beobachter,
Lücken im Gedränge,
Beobachter:
Und uns kann einfach nichts entgehn.

Wir sind, was hinter euren Schläfen pocht.
Wir sind die Schattenmacht, die kommt und euch unterjocht.
Bis heute haben wir nur observiert.
Nun betet, dass ihr nie erlebt, dass es anders wird.

Denn wir beobachten, und eines Tages kann es doch passieren,
dass wir entschließen, nicht mehr nur noch zuzuschauen.
Weil wir nie mit euch leben, sondern nur daneben existieren.
Wie sind schon immer da, ein namenloses Grauen.

Beobachter,
Löcher in der Menge,
Beobachter:
Niemand kann uns sehn.
Beobachter,
Lücken im Gedränge,
Beobachter:
Und uns kann einfach nichts entgehn.

Wie harren aus, sind unermüdlich, warten mit Engelsgeduld.
Und zieht die Zeit bis dahin sich auch in die Länge.
Es wird der jüngste Tag, und keiner von euch ist dann ohne Schuld,
bis dahin bleiben wir die Löcher in der Menge.

Beobachter,
Löcher in der Menge,
Beobachter:
Niemand kann uns sehn.
Beobachter,
Lücken im Gedränge,
Beobachter:
Uns kann nichts entgehn.
Beobachter,
Löcher in der Menge,
Beobachter:
Niemand kann uns sehn.
Beobachter,
Lücken im Gedränge,
Beobachter:
Und uns kann einfach nichts entgehn.


7. Reflexionen


Nun bist du viel zu weit gegangen.
Du entstelltes, finstres Maskenspiegelbild,
alt und kalt.
In den Händen Klingen, Zangen,
mit denen es dich nun von mir zu trennen gilt,
mit Gewalt.

Ich ließ dich viel zu lang gewähren,
blickte niemals durch, war viel zu unbedarft,
nie bereit.
Die Folgen mehr als nur verheerend,
wünschte, es wäre jemand da, der mich entlarvt
und befreit.

Ich spring in alle Pfützen,
um die Fratze zu vertreiben.
Die Wassertropfen spritzen
an die kalten Fensterscheiben,
seh sie herunterrinnen.
Wieder stiert sie mir entgegen,
ob draußen oder drinnen,
folgt sie mir auf allen Wegen.

Ich weiß nicht mehr, wie oft
ich sie in tausend kleine Stücke brach!
Vergeblich hab ich gehofft.
Denn sie wuchs einfach immer wieder nach.

So oft hast du mich schon betrogen,
und du lachtest gern, wenn ich verzweifelt war,
Spott und Hohn.
Du hast mit meinem Mund gelogen,
ich erstarrte, und du warst so wandelbar,
immer schon.

Nie gewährtest du mir Gnade,
du verbargst mich, und du stelltest mich doch bloß,
immerzu.
Ach, verfluchte Maskerade!
Und darunter wurd mein Wesen ausdruckslos,
wurde du.

Ich schlag in alle Spiegel,
um die Fratze zu verbannen.
Bin hinter Schloß und Riegel,
die wir beide uns ersannen.
Ich, um mich zu schützen,
und du, um mich einzusperren,
wir können uns nicht nützen,
ohne etwas zu verzerren.

Ich weiß nicht mehr, wie oft
ich sie in tausend kleine Stücke brach!
Vergeblich hab ich gehofft.
Denn sie wuchs einfach immer wieder nach.

Ich weiß nicht mehr, wie oft
ich sie in tausend kleine Stücke brach!
Vergeblich hab ich gehofft.
Denn sie wuchs einfach immer wieder nach.

Aus den schönen Augen starrend
blickt die Maske nun heraus, gestochen scharf
und konzentriert:
Böse, mit den Hufen scharrend,
wartet dieser Teufel, dass er wüten darf,
und er wird!

Nichts darf jemals mir gehören,
alles, was da gut ist, wird durch sie befleckt
und verzerrt.
Wollte sie so oft zerstören,
und so bleib ich wohl für immer unentdeckt
eingesperrt.


8. Das Märchen Vom Wildfang-Windfang (Schlüpftanz)


Kaum aus dem Kokon erbrochen
tanzt das Puppenwesen schon,
biegt und wiegt die weichen Knochen,
bringt sie flink in Position.

Es zieht weiße Nabelschnüre
aus dem seidnen Nestchen nach.
So, als ob es gar nichts spüre,
löst es sich vom Schlafgemach.

In sich und im Tanz versunken,
Nektartropfen aufgeleckt.
Sich am eignen Saft betrunken,
der wie Milch und Honig schmeckt.

Sieh die braunen Äuglein blicken,
aufgerichtet, keck und schön,
steht's, um Hitze auszuschicken,
und beginnt sich schnell zu drehn.

Der Schlaf war lang, der Schlaf war tief,
der Traum erschütternd bis ins Mark.
Nun wacht es auf, ist endlich frei.
Das Wesen fühlt so intensiv.
Der Drang zum Tanz war viel zu stark.
Ein Reigen wie ein Freudenschrei!

Wildfang! Mein Windfang!
Wildfang! Mein Windfang!

Sieh es glühen und nicht frieren,
dabei ist es beinah nackt.
Lauscht dem eigenen Pulsieren,
tanzt nach dem leibeignen Takt.

Schöpft den Nachtwind mit den Händen,
schenkt ihn dann der Welt zurück.
Niemals kann es sich verschwenden,
lebt so ganz im Augenblick.

Der Schlaf war lang, der Schlaf war tief,
der Traum erschütternd bis ins Mark.
Nun wacht es auf, ist endlich frei.
Das Wesen fühlt so intensiv.
Der Drang zum Tanz war viel zu stark.
Ein Reigen wie ein Freudenschrei!

Wildfang! Mein Windfang!
Wildfang! Mein Windfang!

Sieh das Puppenwesen schweben,
leicht, wie ein gehauchter Kuss.
Pures, makelloses Leben,
weil es tanzen kann und muss.

Nicht die Wildheit abgeschliffen,
tanzt es einen Morgen lang.
Nie war es so sehr ergriffen:
Nun ist es der Winde Fang.

Da verhärten sich die Glieder.
Tag und Nacht als Stroboskop!
Fühler warn es immer wieder,
die der Sturm gen Himmel hob.

Wildfang! Mein Windfang!
Wildfang! Mein Windfang!

Der Schlaf war lang, der Schlaf war tief,
der Traum erschütternd bis ins Mark.
Nun wacht es auf, ist endlich frei.
Das Wesen fühlt so intensiv.
Der Drang zum Tanz war viel zu stark.
Ein Reigen wie ein Freudenschrei!

Wildfang!


9. Panzerhaus (Fremdkörperson, Zweitens)


Du suchst nach Medizin
und brauchst die Batterie.
Dir fehlt die Disziplin
und auch die Energie.

Schau dich an! Was ist nur aus dir geworden?
Hast du auch alles brav in dich hineingefressen?
Willst du dich auf Raten nun selbst ermorden,
um die magren Jahre endlich zu vergessen?

Selbst völlig nackt
fühlst du dich falsch angezogen,
zu schwer bepackt
und irgendwie, als wärest du auf Drogen.

Wie füllst du deine Leere aus?
Mit letzter Kraft kriechst du umher.
Du wohnst in deinem Panzerhaus
und trägst daran so furchtbar schwer.

Das Leben schmeckt so schal.
Der Geist ist dünn und matt.
Die Welt ist leer und kahl,
und du wirst niemals satt!

Kannst du dich damit denn am Ende brüsten?
Denn niemals riefst du dich alleine zu den Waffen.
Die Verteidigung war leicht aufzurüsten,
leichter, als dich endlich wieder aufzuraffen.

Selbst völlig nackt
fühlst du dich falsch angezogen,
zu schwer bepackt
und irgendwie, als wärest du auf Drogen.

Wie füllst du deine Leere aus?
Mit letzter Kraft kriechst du umher.
Du wohnst in deinem Panzerhaus
und trägst daran so furchtbar schwer.

Morgen bist du nichts als ein alter Recke,
der sich am Ende immer selbst zu retten scheute.
Bleibst du in der Spur und statt Falter Schnecke,
wird dir klar: Du bist des Wahnsinns fette Beute.

Wie füllst du deine Leere aus?
Mit letzter Kraft kriechst du umher.
Du wohnst in deinem Panzerhaus
und trägst daran so schwer.
Wie füllst du deine Leere aus?
Mit letzter Kraft kriechst du umher.
Du wohnst in deinem Panzerhaus
und trägst daran so furchtbar schwer.


10. Per Aspera Ad Aspera


Schwerer wogen mit den Jahren nicht nur die Ideale.
Ich sträub mich vor dem Abgesang.
Nicht nur besagte Wege rau, besonders auch die Schale.
Ein dickes Fell fehlt schon so lang.

Ehrlichkeit, die nie am längsten, eher kürzer währte,
und irgendwann, da siehst du ein:
Am Ende blieben nur verwandte Seelen Weggefährten,
doch meistens warst du ganz allein.

Du wolltest Herzblut schenken, aber nicht an die Vampire.
Es half kein Bitten und kein Pfahl.
Wir warn naive Kinder, und sie waren wilde Tiere,
wir blieben in der Unterzahl.

Nah am Selbstbetrug
und immer zu verbissen.
Ich frag mich: War es klug?
Ich bin bei weitem nicht gerissen
genug.

Per aspera ad aspera, per aspera ad aspera.
Hat den Traum zu leben nichts als Schinderei beschert?
Per aspera ad aspera, per aspera ad aspera.
Und hätt ich es geahnt, ich wäre doch nicht umgekehrt.
Der Weg ist nie das Ziel, nur ihn allein hab ich ereicht.
Per aspera ad aspera, und nichts ist jemals leicht.

Man fragt sich, ob man jemals überhaupt dafür bereit war,
und ob und was man wohl gewinnt.
Doch alles Fragen ist vergebens, es war unvermeidbar.
Am Ende sind wir, wer wir sind.

Nah am Selbstbetrug
und immer zu verbissen.
Ich frag mich: War es klug?
Ich bin bei weitem nicht gerissen
genug.

Per aspera ad aspera, per aspera ad aspera.
Hat den Traum zu leben nichts als Schinderei beschert?
Per aspera ad aspera, per aspera ad aspera.
Und hätt ich es geahnt, ich wäre doch nicht umgekehrt.
Der Weg ist nie das Ziel, nur ihn allein hab ich ereicht.
Per aspera ad aspera, und nichts ist jemals leicht.

Nah am Selbstbetrug
und immer zu verbissen.
Ich frag mich: War es klug?
Ich bin bei weitem nicht gerissen
genug.

Per aspera ad aspera, per aspera ad aspera.
Hat den Traum zu leben nichts als Schinderei beschert?
Per aspera ad aspera, per aspera ad aspera.
Und hätt ich es geahnt, ich wäre doch nicht umgekehrt.
Der Weg ist nie das Ziel, nur ihn allein hab ich ereicht.
Per aspera ad aspera, und nichts ist jemals leicht.
Die Sterne fest im Blick, war jeder Schritt auch eine Qual,
per aspera ad aspera, wir hatten niemals eine Wahl.


11. Die Klippe: Stimmen Im Nebel


Im Nebel drängen Stimmen,
den Gipfel zu erklimmen.
Ein Ruf von fahlen Lippen...
Die Berge sind die Klippen!


12. Die Klippe: Der Hang


Ein hohes Ziel und vielleicht Höhepunkt.
Du weißt zu viel. Folg einer Eingebung!

Krall dich mit all deiner Kraft an dem Felsvorsprung fest.
Zoll um Zoll höher, du flehst, dass sie dich nicht verlässt.
Du hast es beinah geschafft, doch du bist ausgelaugt.
Fühlst du den Abgrund, verstehst du, wie er an dir saugt?

Tief unter dir, nicht wo die Möwen sind,
dort explodiert Gischt weit entfernt im Wind.

Noch wartest du auf die Wende, du fühlst dich so schwer.
Geschüttelt von Krämpfen hängst du zwischen Himmel und Meer.
Bekommt dich der Sturm in die Hände, der dich schon umwirbt.
Kannst du ihn bekämpfen, damit die Geschichte nicht stirbt?

Auf ein Wort zogst du fort.
Deutlich wie des Nordsterns Licht leiteten dich Stimmen,
du wolltest sie verstehn.
Und du weißt, wie du heißt, doch ganz sicher bist du nicht.
Und gibt es ein Wiedersehn?

Die Zeit wird knapp. Wie endlos der Anstieg war,
so steil bergab geht es unmittelbar.

Nur noch des Grasbüschels Wurzeln, die tragen die Last.
Tun dir die Finger auch weh, halt es weiter umfasst!
Und ein paar Steine, die purzeln als Vorhut hinab.
Schlagen in hungrige See, sinken ins nasse Grab.

Auf ein Wort zogst du fort.
Deutlich wie des Nordsterns Licht leiteten dich Stimmen,
du wolltest sie verstehn.
Und du weißt, wie du heißt, doch ganz sicher bist du nicht.
Und gibt es ein Wiedersehn?

Auf ein Wort zogst du fort.
Deutlich wie des Nordsterns Licht leiteten dich Stimmen,
du wolltest sie verstehn.
Und du weißt, wie du heißt, doch ganz sicher bist du nicht.
Und gibt es ein Wiedersehn?

Was wird geschehn?
Wir halten den Atem an.



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